Kreatives Tagebuch

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Färben

Was tun...

...wenn der Virus noch immer mächtig ist und mir jede Anstrengung verbietet?
...wenn die Sehnsucht nach Wolle, Seifenlauge und dem Vorgang des Filzens unermeßlich groß ist, der Zugang zum Spielerischen jedoch versagt bleibt?
...die Lust zum Stricken gerade gar nicht vorhanden ist?

Ja - Aufräumen, Vlieswolle nach Farben sortieren und sich an der pflanzengefärbten Wolle freuen! Zum Kardieren weiterer Farbverlaufsvliese fehlt mir im Moment die Kraft. Also wird die Wolle farblich sortiert erstmal in Umzugskartons verstaut und harrt der Dinge, die da kommen wollen. Vorher gibt es jedoch noch ein Foto:



In der Mitte liegen ca. 800 Gramm bereits versponnener Farbverlaufswolle.

Die Blaufärberei macht mich noch ganz kirre... Ich hatte mir vor einiger Zeit eine Stammküpe nach Utas Rezept angesetzt, um Sockenwolle zu verblauen, was so leidlich funktionierte. Mit einer weiteren Stammküpe färbte ich Wolle in der Flocke. Leider erreiche ich immer nur Babyblau. Dabei hätte ich so gern ein tiefes dunkles Blau. Ich muss mir wohl im nächsten Jahr tatsächlich einen Blaufärbekurs bei Karin Tegeler gönnen...
5.12.08 11:15


Durch die lange...

...Internet- und damit auch Blogpause bin ich irgendwie aus dem Rhythmus gekommen und hab Schwierigkeiten, wieder zur Kontinutät des Bloggens zurückzufinden. Beschäftigt habe ich mich in der letzten Zeit nämlich mit einigen Dingen... Natürlich habe ich weiter gefärbt. Einige Pilzfärbungen ausprobiert und (bis auf die mit dem Kahlen Krempling) als nicht lohnend verworfen, mit den Blättern und der Rinde des Rotlaubigen Perückenstrauches gefärbt...



...wie in einem vorherigen Post schon erzählt, sammelte ich Pflaumenfeuerschwämme...




...schnitt sie in mühevoller Kleinarbeit mit einem Cutter in dünne Scheibchen...



Übrigens war mein erster Workshop der Anlass dafür, dass ich ENDLICH mit einer Färbekartei begonnen habe, mir zu jeder Färbung ein Protokoll erstelle, in dem ich die Pflanze (den Pilz oder das Tier), den botanischen Namen, Bezugsquelle bzw. Fundort, Sammelzeitpunkt, verwendete Pflanzenteile, Konzentration der Färbedroge, Färbedauer, Temperatur, Beize/andere Vorbehandlung/Nuancierung, gefärbtes Material/Züge notiere und anschließend Farbproben einklebe. Das ist sehr hilfreich, macht die Färbungen um einiges reproduzierbarer und bietet einen Überblick über lohnende Färbungen.

Aber ich habe nicht nur Wolle gefärbt, sondern auch Papier. Das hat sich um einiges schwieriger gestaltet als vermutet. Herausgekommen sind nach verschiedenen Versuchen diese Bögen...



Sie sind ein Dankeschön an Astrid tulibri.

Aus dieser und anderer pflanzengefärbter Wolle...



...kardierte ich Farbverlaufsvliese:



Pro Farbmischung gibt es zweimal 50 Gramm, so dass ich entscheiden kann, ob ich zwei Spulen miteinander verzwirne oder beide Verlaufsvliese aneinander spinne, um den doppelten, aber umgekehrten Farbverlauf zu erhalten.



Diese Arbeit war nicht nur Vergnügen, denn Schulter und Arm wurden arg strapaziert, so dass ich erstmal eine Kardierpause einlegen und mich anderen Sachen zuwenden musste.
19.10.08 12:40


Manchmal...

...gibt es in meinem Beruf richtige Highlights. So auch zur Zeit... Nicht nur, dass die Leute, die gerade in der Filz-IG arbeiten alle voller Spaß, Motivation und Ideenreichtum bei der Sache sind, eine junge Frau hat sich erinnert, dass ihr Onkel selbst eine Herde Schwarzkopfschafe sein Eigen nennt, drei große Säcke deren Wolle mitbringen lassen, einen Woll-Sortier-und-Waschtag durchgehalten, allabendlich die stark mit Einstreu verschmutzte Wolle in stundenlanger mühsamer Kleinarbeit gezupft, so dass wir zur Belohnung für die Mühe Ein-Topf-Färbungen gemacht haben. Und das ist nur ein kleiner Teil der Wolle, die sich als kuschelweich und prima filzbar entpuppte.





3.9.08 06:32


Rotholz und Geschenk

Nachdem mich der Sockenwoll-Nachschub blitzschnell erreichte, habe ich gestern mit den ersten 100 Gramm eingeweichter Rotholzspäne in drei Zügen färben können. Um dem Rotholz das Blaustichige zu nehmen, gab ich einige Spritzer Essig mit in die Färbeflotte. Jetzt ist jedoch Eure Phantasie gefragt, denn die Wolle ist keineswegs soooo braun...



...oder soooo Rosa...



...sondern irgendwas dazwischen

Bevor dieses kleine Geschenk mit Miniminis an ihre Adressatin gelangt, muss ich es Euch schnell noch zeigen. Es sind winzige Stränge in der eigenen Harmonie, die nur pflanzengefärbte Garne aufweisen können.


28.8.08 08:05


Spinnfutter und gefiederter Gast...

Kardierte Schwarzkopfwolle hat auch einiges an Farbe abbekommen:



Allerdings wird es Zeit, dass ich mir nun WIRKLICH die Kaltbeize von Karin Tegeler besorge... Gerade die ungesponnene Wolle leidet unter der heißen Beize mit Alaun.

Dann gab es noch ein Vorkommnis der besonderen Art: Gestern kam ich - wie immer donnerstags - später zur Arbeit und fand auf der Bank hinter der Ergotherapiewerkstatt einen Schuhkarton mit diesem Winzling. Später stellte sich heraus, dass Patienten ihn dort erstmal in Sicherheit gebracht hatten, damit die Klinikkatzen das aus dem Nest gefallene Schwalbenjunge nicht zum Frühstück verspeisen konnten.





Was mich besonders berührte, waren die Fürsorglichkeit, die Sanftheit und die Zärtlichkeit, mit der sich die "harten drogenabhängigen Jungs" dem Kleinen näherten. In meiner Gestaltungstherapiegruppe ging es gerade um das Thema des "verletzten inneren Kindes" und die "Selbstversorgung", um die man als Erwachsener nicht herumkommt. Umso eindrucksvoller, dass die häufig "aus dem Nest Gestoßenen" sich um ein "aus dem Nest Gefallenes" kümmern. Und genau aus diesem Grunde habe ich die Versorgung des Kleinen unterstützt und ihn erstmal in die Werkstatt einziehen lassen, obwohl ich nach der Lektüre dieses Artikels schon ein schlechtes Gewissen habe... Wollen wir hoffen, dass der Kleine durchkommt. Chancen gibt es. Er ist recht lebendig, frisst Mücken, Fliegen, Spinnen und Regenwürmer in Stückchen. Mit Hilfe einer Spritze (recht absurd in einer Klinik für Drogenabhängige) bekommt er Wasser und die Verdauung klappt auch. Außerdem probiert er die Flügel aus und mag nicht so gern allein im Ersatznest sein, sondern lieber auf der Schulter, wo man weiter gucken kann. Wenn er satt ist, steckt er sogar dort den Kopf unter den Flügel und schläft bis zur nächsten Hungerattacke, die nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

Nachtrag: Vögelchen ist Sonntag abend gestorben...
22.8.08 20:09


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