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Kreatives Tagebuch
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Anleitungen
Regenbogengarn...
...mit sanftem Farbverlauf
Da mich mehrere Anfragen erreichten, wie ich ein Garn mit weichen Verläufen hinbekomme, folgt hier eine Bilderdokumentation.
Ich habe Texel-Rohwolle nach dem Aufbereiten, sprich Sortieren und Waschen, mit Colortex (Ashford-Farben gehen natürlich auch) in verschiedenen Farben eingefärbt. Anschließend wog ich für eine Trommelfüllung der Kardiermaschine pro Farbe 5 Gramm ab. Um ein lebendiges Garn zu erhalten, verwendete ich mehrere Gelb-, Orange-Rot- und Grüntöne usw. - insgesamt 13 Farben.
Die einzelnen Farben kardierte ich nacheinander...
...bis die große Walze gefüllt war. Die Farbstreifen sind in diesem Stadium noch recht klar voneinander abgegrenzt.
Um eine stärkere Vermischung zu erhalten, löste ich das Vlies ab und riss es mir der Länge nach in drei Streifen. Beim nochmaligen Kardieren vermischten sich die Farben stärker.
So sah die Wolle nach zwei Kardierdurchgängen auf dem Maschinchen aus...
...und konnte nun abgelöst...
...und aufgerollt werden.
Das Single-Garn wurde seitlich aus der Mitte der Rolle gesponnen...
...und anschließend mit einem ebenso hergestellten Single (wartete bereits auf einer anderen Spule) verzwirnt. Nach dem Haspeln und Waschen ist der Strang REGENBOGENWOLLE fertig zum Stricken, Häkeln oder Weben.
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Anleitung für gefilzte Doppelblüten
Hier nun die versprochene Anleitung für gefilzte Doppelblüten: Zuerst teile ich ein Kardenband, um den Stielansatz vorzubereiten. Wichtig ist es, den Anfang trocken und ungefilzt zu lassen, um den Stiel zum Schluss gut an die Blüte anfilzen zu können.

Anschließend benutze ich eine Schablone aus Luftpolsterfolie, die ich mit einem mittigen Loch versehen und rund zugeschnitten habe. Das Loch ermöglicht eine gefilzte Verbindung beider Lagen, die später zum Kelch ausgeformt wird.
Die Schablone wird zart mit Merinowolle extrafein belegt. Eine Runde parallel zum Rand, die weiteren Lagen in Wolle der persönlich bevorzugten Farben 
Jetzt folgt die "Garnitur", wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Gern ziehe ich die Fasern hauchdünn aus und zwirbele sie an einer Seite zu einer Spitze zusammen.
Anschließend benutze ich ein Fliegengitter oder eine Gardine, um das Anfilzen (mit warmem Wasser und Olivenseife) zu erleichtern und das Verrutschen der "Garnitur" zu verhindern.
Nach kurzer Zeit, wenn die Fasern eine erste Verbindung eingegangen sind, nehme ich das Fliegengitter wieder ab. Damit darf nicht zu lange gewartet werden, da es sich ansonsten schwer ablösen lässt. ...und wer will schon eine Blüte mit eingefilzter Gardine ...und weiter anfilzen...
Schließlich drehe ich die Schablone um und belege auch die zweite Seite mit verschiedenfarbiger Wolle...
...filze ebenfalls an. Die Mitte muss besonders sorgfältig gefilzt werden, damit beide Lagen eine haltbare Verbindung eingehen.
...und jetzt kommt der vorbereitete Stielansatz zum Einsatz. Die trocken gelassenen Fasern ziehe ich aus und filze sie mittig auf die zweite Lage auf.
Jetzt nutze ich meinen Zeigefinger, um den Kelch auszuformen und zu filzen.
Hier der Kelch nach dem Ausformen...
...dann wird der Kelch gerollt.
In diesem Stadium walke ich mit Hilfe eines Bambusrollos, um den Blüten den nötigen Stand zu verleihen.
Da die Blüten nur in Walkrichtung schrumpfen, walke ich natürlich auch in die andere Richtung.
Anschließend gebe ich den Blüten mehr Festigkeit, indem ich die einzelnen Lagen weiter zwischen den Händen filze.
Die letzten Arbeitsschritte sind das Ausspülen, zwischen Handtüchern ausdrücken, halbtrocken ausformen und trocknen lassen. Dann ist die Blüte fertig 
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Anleitung für Knöpfe aus Ton
Jetzt werde ich mal beschreiben, wie einfach es ist, Knöpfe aus Ton selbst herzustellen. Wer schon einmal Plätzchen gebacken hat, kann auch Knöpfe herstellen :
Ton und Engobe sind in der Regel in Kreativläden oder Bastelgeschäften zu bekommen. Es gibt ihn in verschiedenen Farben - Weiss, Schwarz, Rot, Braun, Beige etc.
1. Vom Tonblock mit Hilfe eines Drahtes bzw. Fadens eine Scheibe abschneiden. 2. Ein Holzbrett oder ein Stück Pappe als Arbeitsfläche benutzen. 3. Mit einem dünnen Baumwoll- oder Seidentuch belegen, damit der Ton beim Ausrollen nicht festklebt. 4. Die Tonscheibe mit einem Nudelholz bis zur gewünschten Stärke ausrollen. 5. Eine "Knopfschablone" in beliebiger Form aus Pappe anfertigen, auf die Tonfläche legen und mit einer Nadel oder einem Messer umfahren und die Knöpfe ausschneiden. 6. Mit einem Schaschlikspieß Knopflöcher durchstechen. 7. Die Knöpfe auf einer saugfähigen Unterlage einen Tag lang trocknen lassen. Dabei mit einer zweiten Platte belegen, damit sich die Knöpfe nicht aufbiegen. 8. Am Folgetag können die Knöpfe bereits mit ganz feinem Schleifpapier entgratet und mit Engobe (dünnflüssiger verschiedenfarbiger Tonschlick) bemalt werden. 9. Anschließend werden mit einem spitzen Gegenstand (ich verwende eine Reissnadel) Linien, Muster, Ornamente eingeritzt. So blitzt die Farbe des Tons durch die Engobe. 10. Nach einigen Tagen werden die Knöpfe einem ersten Brand, dem Schrühbrand (bei ca. 950 Grad), unterzogen. 11. Danach können sie mit Klarglasur versehen werden und kommen zum Glasurbrand (bei ca. 1050 Grad) in den Tonbrennofen. 12. FERTIG sind die selbstgemachten UNIKATE!
12. Natürlich gibt es auch wunderschöne farbige Glasuren...
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