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Kreatives Tagebuch
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Malen
Ein Plädoyer für das Spielen mit Farbe...
...soll mein heutiger Beitrag sein. Es macht mich nämlich traurig, wie oft ich zu hören bekomme "Ich kann nicht malen. Das war schon in der Schule so..." Und das keinesfalls nur von "meinen" Patienten in der Klinik; nur dort halt besonders häufig. Einen Anteil an dieser Entwicklung trägt sicher auch der Kunstunterricht an unseren Schulen. Ist das Blatt zu klein für einen Baum, so dass er im imaginären Raum weiterwächst, gibt es eine schlechte Note. Die Sonne hat gelb zu sein und keinesfalls lila. Die Proportionen stimmen nicht usw. usf. Die Lust am Spiel mit Farbe und Form, an der Entdeckung der Möglichkeiten, die Farbe bietet, kommt viel zu kurz. Natürlich gibt es auch engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die genau das fördern - nur sind sie leider in der Minderheit. Bedauerlich finde ich, dass es häufiger um das Ergebnis und selten um den Prozess geht. Absichtsloses Malen kann aufregend sein und so viel Freude bereiten! Wenn jedoch das verinnerlichte Urteil "Du kannst nicht malen." tief sitzt, ist es ein weiter Weg, um den Spaß schließlich doch noch zu entdecken.
Diese Papiere sind spielerisch entstanden. Manchmal verwende ich Restfarbe der Patienten, die auf den Paletten zurückgeblieben ist und vermale sie - deckend und lasierend, tropfend, kleckern, spachtelnd, abdrückend. Die Papiere werden durch Übermalen so lange weiterbearbeitet, bis ich JA zu ihnen sagen kann. Und es macht SPAß! Sie werden gesammelt, zu Versandtaschen verwandelt, dienen als Bucheinband- oder Geschenkpapier.
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Frankreich Teil IV
Wie ich bereits schrieb, hatte ich die Staffelei und Malsachen ebenfalls im Gepäck. Allerdings war ich in der ersten Woche von der mir nur zu vertrauten "Angst vor dem weißen Blatt" gepackt und hatte dementsprechende Schwierigkeiten, mit dem Malen zu beginnen. Dabei weiß ich, dass ein erster Strich in der Regel genügt und mich der Prozess des Malens "einfängt". So war es dann auch. Unter sich permanent wiederholenden Adrenalinschüben - schließlich sind verschiedene Selbstaspekte das Thema - habe ich weiter am Porträt gearbeitet. Hier "Die Drei" - Acryl und Mischtechnik auf einer quadratischen Leinwand:
Selbstporträt - links angelegt und rechts ausgearbeitet - Bleistift und weiße Acrylfarbe auf Papier:
Und zum Schluß "Die Einflüsterin" - Bleistift und Acryl auf Papier:
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Porträt
In Dresden habe ich mich mit dem Thema "Selbstporträt und Schatten" auseinander gesetzt. Verwendet habe ich vorwiegend Acryl und Öl auf Leinwand. Diese Porträtreihe ist entstanden:
Hier im Einzelnen:
Und ein Bild (Acryl auf Papier) zur anderen Thematik ohne Titel:
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Kühe auf der Leinwand
Von Freitag bis Sonntag war ich wieder in Dresden zur Künstlerischen Begleitung. Diesmal ging es in den Zoo, um Skizzen anzufertigen. Mich haben die Bantengs - südostasiatische Wildrinder - fasziniert. Später im Atelier wurde eine Skizze dann in Farbe umgesetzt. Ich habe mit Acryl auf Leinwand gemalt. Zuerst entstand das zarte untere Bild, anschließend das kräftige. Ein drittes ist noch in Arbeit. (Wenn man mir erzählt hätte, ich würde eines Tages Kühe malen - ich hätte es nicht geglaubt...)

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Eitempera auf Leinwand
...und schon bin ich wieder zu Hause und das spannende Wochenende der Künstlerischen Begleitung in Dresden ist vorbei. Ich habe mich die ganze Zeit mit Eitempera beschäftigt und auf zwei Leinwänden 80 x 100 gearbeitet. Verwendet habe ich vorwiegend die natürlichen Erdpigmente aus dem französischen Roussillon. Die kreidige Textur gefällt mir. Wie immer - wenn ich mich auf ein Bild einlasse - habe ich "gekämpft", übermalt, neu herausgearbeitet. Einen malerischen Entwicklungsschritt bedeutet es für mich, nicht alles genau auszuformulieren, sondern im Ausdruck möglichst grob und einfach, halt in der Andeutung zu bleiben. Bilder der Leinwände im jetzigen Stadium sind unter "Meine Fotos" im Ordner "Malen" anzusehen.
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