Kreatives Tagebuch

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Bin wieder zurück...

...aus einem wie erwartet wunderschönen kreativen und genussreichen Urlaub... Die Zeit schlich rasend, auch wenn sich das absurd anhört. Ich bin so voller Eindrücke, voller Gedanken, voller Gefühle, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit dem Erzählen beginnen soll. Vielleicht einige erste Bildeindrücke. Nach und nach werde ich in der jeweiligen Kategorie vom Spinnen, Stricken, Färbepflanzen sammeln, Malen und einigen besonders schönen Begebenheiten berichten.

Hier unser Häuschen mit meinem Auto, das uns und diverse Gerätschaften ganz zuverlässig hin- und wieder zurückbrachte.



Früh am Morgen, ein Blick von unserer Terrasse... Wirkt dieser Heißluftballon im Wein nicht völlig unwirklich?



Überhaupt ist es unglaublich, wie aus alten knorrigen, wie abgestorben wirkenden Weinstöcken so ein junges frisches Laub hervorsprießen kann:



Ein Kupferkessel mit einem Meter dreißig Durchmesser in Bulgneville, der das Färberinnenherz höher schlagen ließ:



Hier nur eines der vielen farbenfrohen Fotos vom großen Samstagsmarkt in Apt - Gewürze...



Natürlich habe ich auch blühende Mohnfelder fotografiert - so richtig postkartenreif. Diese eine Blüte auf dem ausgetrockneten Boden scheint mir jedoch wie ein kleines Wunder und eher des Zeigens wert:



Die berühmten Ockerfelsen in Roussillon und die verkaufsfertigen Pigmente. Vor lauter Reizüberflutung konnte ich GAR NICHTS einkaufen...




Riesenpusteblumen mit zehn Zentimeter Durchmesser, die überall wuchsen... Wunderschön anzusehen, deshalb gibt's auch noch ein Detailfoto:




Hier arbeitet Rainer im Sturm an seinem Baum:



Ich schrieb schon, dass wir inmitten einer Süßkirschplantage wohnten und die Früchte REIF waren?



Natürlich ernährten wir uns nicht ausschließlich von Kirschen... Was wäre Frankreich ohne Käse und Rotwein und Muscheln und Schnecken und Genuss überhaupt? Das tägliche Kochen war die reinste Freude! Im Restaurant waren wir diesmal gar nicht essen. Die leckerste Leckerei war ein 500-Gramm-Entrecote für jeden mit einer Beilage aus frischen karamellisierten Aprikosen. Das war allerdings schneller verspeist, als ich es fotografieren konnte. Hier ein Zusammenschnitt einiger Leckereien:



Hier ist der Tisch allerdings für andere Aktivitäten gedeckt:



Mein liebster Lieblingsstrickplatz war allerdings dieser Schaukelstuhl. Etwas Friedlicheres als schaukelndes Stricken oder strickendes Schaukeln gibt es wohl kaum...

4.6.07 11:21


Frankreich Teil II

Eure lieben Kommentare machen mir das Ankommen in Deutschland um einiges leichter Meine Kinder hatten sich ebenfalls eine Überraschung ausgedacht, die mir an meinem Geburtstag ja bereits geheimnisvoll angekündigt wurde. Allerdings bekam ich zuallererst einen Riesenschreck, denn aus meinem Wohnzimmer war jegliche Wolle verschwunden - und das war eine Menge... Mein Wollregal gähnte mich mit leeren Fächern an. Außerdem gab es keine gut versteckten Kisten und Körbe mehr, dafür viel mehr Platz. Einzig die bereits begonnenen Strickstücke hatten einen Extrakorb bekommen und durften im Wohnzimmer bleiben. Stellt Euch vor, Nina und Pit hatten das "Stiefkind der Wohnung", eine über die Jahre vollgemöhlte Kammer, komplett entrümpelt. An den Wänden haben sie Regale bis unter die Decke angebracht, in denen sie die Wolle einlagerten. Auf weiteren Regalen stehen jetzt Kartons - mit Wolle natürlich. Ein Regal beherbergt Leinwände, Bilder und Malsachen. Einen irreparablen Schrank haben sie vom Sperrmüll abholen lassen. Putzsachen, Bügelbrett, Staubsauger und was man sonst noch so unterbringen muss, haben ebenfalls ihren Platz. Ich bin tief beeindruckt... (ganz leise gesagt: Ich weiß jetzt allerdings nicht mehr, wo sich irgendein Garn befindet. Auf der Suche nach meinem dunkelroten Mohair, um mein Dreieckstuch weiterstricken zu können, bin ich ein wenig verzweifelt. Sprich: Ich muss mir eine neue Ordnung schaffen. Das habe ich den beiden natürlich nicht erzählt, denn sie sind auch ganz glücklich mit ihrem Projekt.)

Aber zurück zu Frankreich... Da ich nicht so der Typ für die touristisch erschlossenen Gebiete bin und dem Getümmel die Stille und Einsamkeit vorziehe, werfe ich selten einen Blick in derartige Prospekte. Diesmal war es allerdings ein Fehler, den Rainer wieder wettmachte. Er entdeckte in einem Prospekt das wunderschöne Dorf Lourmarin und den Hinweis auf einen Färbergarten in Lauris - alles ganz in unserer Nähe. Lourmarin hat tatsächlich mittelalterlichen Charme, die obligatorischen Steinhäuser, enge, dicht bewachsene Gassen, viele Kunsthandwerkerläden, Galerien und Straßencafes. Da mich die Färbepflanzen auf den Schlossterrassen in Lourmarin eher enttäuscht hatten (vermutlich aufgrund überzogener Erwartungen...), das Getümmel mich erschöpfte und Lauris auf den ersten Blick nicht besonders ansprechend wirkte, wären wir um ein Haar zurück in unser stilles Häuschen gefahren. Zum Glück entdeckten wir ein Färbergarten-Hinweisschild, dem wir dann doch noch folgten. Schließlich waren wir schonmal da... Leider war der Garten geschlossen, das Eisentor mit einer schweren Kette versehen und reguläre Öffnungszeiten konnte ich nicht finden Allerdings gab es ein Loch oben im Tor. Rainer machte die Feuerleiter und half mir hinauf. Kam dann hinterher geklettert, wobei er sich seine Hose zerriss... Wegen der kleinen sofort bestraften Sünden vermutlich... Und dieses unbefugte Eindringen (ihr müsst wissen, dass ich ansonsten eher ängstlich bin und meine kriminelle Energie sich in tolerierbaren Grenzen hält...) hat sich mehr als gelohnt! Auf verschiedenen Ebenen waren liebevoll Beete angelegt, in denen Färberpflanzen aus der ganzen Welt wuchsen. Jedes Pflänzchen hatte ein Schild mit dem lateinischen Namen, dem Vorkommen, der verwendeten Pflanzenteile und den zu erzielenden Farben. Außerdem gab es einen mit Holz zu beheizenden Färberkessel, der dafür sprach, dass es sich bei den Gartenbetreibern nicht nur um Theoretiker handelte, sondern dort auch gefärbt wurde. Mein glückliches Herzklopfen könnt Ihr Euch sicher vorstellen... Wie gern hätte ich mit den Betreibern gesprochen! Jedenfalls habe ich fotografiert, bis meine Speicherkarte voll war und werde mich jetzt nach und nach mal mit den Pflanzen beschäftigen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus unglaublicher Vielfalt:



Für alle Färbeinteressierten, die demnächst nach Frankreich reisen, hier noch ein interessanter Link zur französischen Pflanzenfärberei.

Ich habe wirklich nicht nach Färbepflanzen gesucht, aber wenn sie mir auf so deutliche Weise unter die Augen springen, kann ich nur schwer widerstehen. Auf einer unserer Touren entdeckten wir diese abgeholzte Obstplantage. Überall lagen Mistelzweige und flechtenübersäte Äste. Also haben wir "Beute" gemacht.




Um die Flechten gut von den Ästen ablösen zu können, habe ich Regen simuliert und sie mit Wasser beträufelt. Das Ablösen dauerte zwar einige Zeit, aber ging ganz einfach. Mit den gelben Flechten habe ich bereits einmal gefärbt - als Kaltfärbung mit Zusatz von Ammoniak allerdings. Es ergab einen wunderbaren Rosaton. Leider war die Färbung so gar nicht lichtecht. Jetzt werde ich mal mit Heißfärbungen experimentieren und sehen, ob die Lichtechtheit besser wird.




Graue Flechten habe ich ebenfalls gesammelt:



Und zuguterletzt hat mir ein Walnussbaum einige seiner grünen Früchte geschenkt - ich werde ungesponnenes Kaschmir färben...

5.6.07 11:23


Frankreich Teil III

Jetzt endlich einige Worte zu dem, was ich in der Urlaubszeit gestrickt habe: Zuallererst wurde ein weiteres Paar Socken für meinen Sohn fertiggestellt - wieder aus Trekking XXL und in Größe 42. Da ich Strickanfängerin bin und noch gar nicht so lange Sockenstricken kann, hat er damit erst das zweite Paar Selbstgestrickter bekommen. O-Ton von Pit: "Tja Mama, jetzt habe ich erst Montags- und Dienstagssocken. D. h. Mittwochs-, Donnerstags-, Freitags-, Samstags- und Sonntagssocken brauche ich auch noch." Und ES FREUT MICH, dass er die Wollsocken so liebt, dass er sie sogar bei hitzigen Temperaturen trägt Also werde ich in Zukunft weiter Sohn-Socken stricken. Mein Töchterchen mag keinerlei Wolle auf der Haut. Sie möchte allerdings Überziehsocken für den Winter. Hier ein Foto von Mutter-Sohn-Socken, denn der Single für mich hat auch einen Partner bekommen.



Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht so genau, ob ich das Stricken langweilig oder faszinierend finde. Von Beidem wahrscheinlich ein bischen... Um genügend Abwechslung zu haben, dachte ich mir das Projekt "Familien-Sockerei" aus. Mein allerbester Freund mit Schuhgröße 44 hat sich Socken gewünscht und um Abwechslung zu haben, stricke ich auch je ein Paar für seine Frau Conny in Größe 36 und seine beiden Söhne Leonard - Größe 29 - und Oskar. Die Oskar-Socken in Größe 24 sind bereits fertig, für Leonard gibt es erst einen und der zweite fehlt noch und der erste Conny- und Dirk-Socken ist begonnen. Hier der Beweis:



Dass mich die Strickerei irgendwie doch gepackt hat, zeigen die wundervollen Arbeitsmittel, die ich mir inzwischen besorgt habe. Bambus-Sockennadeln und ein Ebenholznadelspiel nenne ich inzwischen mein Eigen:



Wenn ich von der Sockenstrickerei für den Moment genug habe, nadele ich am ersten Dreieckstuch meines Lebens. Dunkelrotes Mohair ist das verwendete Material, gestrickt wird ganz schlicht glatt rechts und riesig groß und so richtig zum Einkuscheln soll es werden. Momentan kann ich allerdings noch kein gutes Foto machen, da die Nadeln einfach zu kurz sind. Deshalb ein Detailbild:



Und jetzt kommt mein Strick-Highlight: Aus den vierzig pflanzengefärbten Alpaka-Schurwoll-Ministrängen wird eine Jacke. Es ist eine Mischung aus La Strada von Hanne Falkenberg und Uliza von Andrea . Leicht abgeändert in Kimonoart - deshalb heißt sie bei mir Rue (passend zum Entstehungsort in Frankreich). Es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich das gute Stück beendet habe und einige liebevoll eingestrickte Fehler gibt es auch bereits zu vermelden. Nichtsdestotrotz MAG ich sie. Hier einige Fortschritts- und Detailfotos:





Die Restfäden, die nach dem Zusammennähen und Fäden vernähen, übrig blieben, habe ich natürlich gesammelt, um sie als Gestaltungselement beim Filzen zu verwenden:



Zuguterletzt zeige ich Euch meinen liebsten Strickplatz:

6.6.07 21:23


Frankreich Teil IV

Wie ich bereits schrieb, hatte ich die Staffelei und Malsachen ebenfalls im Gepäck. Allerdings war ich in der ersten Woche von der mir nur zu vertrauten "Angst vor dem weißen Blatt" gepackt und hatte dementsprechende Schwierigkeiten, mit dem Malen zu beginnen. Dabei weiß ich, dass ein erster Strich in der Regel genügt und mich der Prozess des Malens "einfängt". So war es dann auch. Unter sich permanent wiederholenden Adrenalinschüben - schließlich sind verschiedene Selbstaspekte das Thema - habe ich weiter am Porträt gearbeitet. Hier "Die Drei" - Acryl und Mischtechnik auf einer quadratischen Leinwand:



Selbstporträt - links angelegt und rechts ausgearbeitet - Bleistift und weiße Acrylfarbe auf Papier:



Und zum Schluß "Die Einflüsterin" - Bleistift und Acryl auf Papier:

7.6.07 09:51


Frankreich Teil V

Das Kardiertierchen hatte ich vergessen, also konnte ich die Hundewolle von Claudia doch noch nicht verspinnen... Aber sie läuft mir ja nicht weg. Stattdessen hatte ich eine Wolllunte von Schoppel-Wolle dabei. 600 Gramm habe ich davon bereits gesponnen und zweifädig verzwirnt. Grundfarbe ist ein dunkler Violettton. Ein helleres Lila, Rosa, Rost, Dunkelgrün, Dunkelblau und weiße Sprenkel lassen das Garn recht lebendig wirken. Irgendwann - wenn die 40-Farben-Jacke fertig ist - soll daraus ein schlichter Pullover werden.





Jetzt heißt es schon wieder Sachen packen und auf nach Berlin. Heute und morgen soll die Abschlussausstellung im Rahmen des Kunsttherapiestudiums aufgebaut werden. Von Montag bis Freitag findet dann das letzte Blockseminar statt. Dann steht nur noch die Prüfung anfang Juli aus...
8.6.07 06:05


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