Kreatives Tagebuch

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Mein erstes Mal...

Jetzt werde ich noch zwei Magnetverschlüsse an Filztaschen anbringen, einen letzten Henkel annähen und auch noch den Rest in meinem (bereits vollgepackten) Auto verstauen. Morgen ganz früh fahre ich nach Lenzen zum Filzfest. Diesmal nicht als Besucherin, sondern zum ersten Mal mit einem eigenen Stand. Premiere also... (Aber ich glaube, das erzählte ich schon vor einiger Zeit.) Und ich bin sooo AUFGEREGT... (Sagte ich das auch schon?)

Dieses "Namensschild" habe ich gestern noch gefilzt. Falls von Euch jemand auch dort sein wird, freue ich mich auf Euern Besuch Falls Ihr ganz woanders seid, erzähle ich natürlich mit Bildern und Worten von diesem Tag.

2.5.08 21:12


Was für ein Erlebnis!!!

Wie versprochen, hier ein kurzer Bericht vom Filzfest in Lenzen: Noch immer bin ich ganz überwältigt von den vielen Eindrücken, den Gesprächen und der einmalig schönen Atmosphäre dieses besonderen Ortes und werde diesen Eintrag dazu nutzen, alles zu verarbeiten... Von wegen – ich werde viele Fotos machen… Dazu kam ich gar nicht. Ich hatte weder Zeit noch Ruhe, mir mal ausgiebig die anderen interessanten Stände anzugucken, geschweige denn zu fotografieren. (Aber Rainer, Katja, Nadja und Fabian haben das übernommen…) Außerdem wollte ich am neuen zweifädigen Tom Triskell von Tom und Ella Walther ein wenig Probespinnen. Aber auch dazu kam ich nicht. (Das tut mir jedoch nicht gar so weh, denn im Juni werden wir uns in einer kleineren Gruppe bei Ella zum gemeinsamen Filzen treffen und DANN werde ich das neue Tom ganz in Ruhe ausprobieren können. Nicht wahr, Ella!? Bis dahin erfreue ich mich an der Vorfreude!)

Meine Schwester Katja hatte mir bereits am Freitag geholfen, das Auto zu packen. Dankeschön dafür und für die Unterstützung auf dem Markt natürlich ebenfalls! Auch Rainer hat mir tatkräftig geholfen, nicht zuletzt mit seiner ruhigen zuversichtlichen Präsens, der Standhüterei während meiner kurzen Flitzereien über den Markt und dem Abbau des Standes.

Auch wenn mein Auto in der Vergangenheit immer wieder Zicken machte – in solchen Situationen wie diesen liebe ich das Platzwunder mit unglaublich viel Stauraum. Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir an blühenden Rapsfeldern, lichtvoll leuchtenden Buchenwäldern und mädchenhaft anmutenden Birken vorbei Richtung Lenzen und obwohl der Navi nicht mit uns sprechen wollte, fanden wir den Ort ganz ohne Probleme – nicht zuletzt durch die gute Ausschilderung. Den Machern dieser Veranstaltung gebührt ein dickes Lob. Alles war ganz prima organisiert und ich kann mir (wenn auch sicher nur in Ansätzen) vorstellen, was für Arbeit dahinter steckt! Das Wetter war fantastisch, der Platz genial. Auf einer großen grünen Wiese standen im Halbrund die Zelte der vielen Filzerinnen.



Außerdem gab es auf diesem Wiesenrondell neben den Filzern einen Seiler, einen Patchworkstand, Gerber,



Weinkelterer, Täschner, Schmied, Töpfer und eine Handleserin/Kartenlegerin. Weitere Handwerker und Verköstiger waren über das gesamte Gelände verteilt. Zauberer, Theater, Kinderschminkerei, wunderbare Folkmusik sorgten für stimmungsvolle Abrundung und dafür, dass das Fest ein Fest war. (Viel habe ich davon jedoch nicht mitbekommen können…) Um einen ersten Eindruck des Spektakels zu bekommen, könnt Ihr Euch hier auf der Seite des Lenzener Filzvereines die Fotogalerie 2008 anschauen… Mammamia, sind die Leute schnell. Gestern stattgefunden und schon gibt’s was Aktuelles anzugucken  Na, erkennt Ihr meine Uhr wieder?


Zurück zum Bericht: Der Zeltaufbau klappte prima und das Einrichten des Standes war zwar stressig, aber auf angenehm elektrisierende Weise = Eustress. Hier sind Katja und ich beim Einrichten des Standes zu sehen.



Schon lange vorher hatte ich mir Gedanken gemacht, wie ich gesponnene und gefärbte Wolle am besten präsentieren kann und kam auf die Idee, mir von meiner Tochter einen Holzkoffer (etwas vorfristig  zum Geburtstag zu wünschen. Und ich bekam sogar ZWEI traumhaft schöne handgefertigte Massivholzkoffer!



Sie sind groß, lassen sich aufgeklappt hinlegen und können Unmengen an Strängen beherbergen. Eine Seite in jedem Koffer ist mit einem herausnehmbaren Kreuz in vier kleinere Fächer unterteilt. Nina hat wirklich alles gegeben und wunderbare Holzverbindungen gearbeitet, nämlich die doppelte Schwalbenschwanzzinkung –
hier anzugucken, wie so etwas gemacht wird. Diesen unbezahlbaren Koffern gebührt auf alle Fälle noch ein Extraeintrag!

Ansonsten nutzte ich zwei kleine Bierzeltgarnituren als Ladentisch, die dazugehörigen Bänke als Sitzmöglichkeit und außerdem zur Präsentation für Stuhlauflagen. Für die Tische hatte ich Hussen aus Jute genäht, vorn bodenlang, hinten kurz, um Stauraum für die Transportkisten, Werkzeug und sonstiges Gemöhle zu haben, das eher nicht zu sehen sein sollte. Obenauf lag mein gewebter Regenbogenstoff, der sowohl in der Breite als auch in der Länge wie für den Ladentisch gemacht war. Die Filzbilder und Wandbehänge wurden mit Schnüren an zwei Wänden des Zeltes gehängt; Schals und Filzbekleidung ebenfalls. Ein Baumstamm in „Halsstärke“ diente dem Präsentieren der gefilzten Halsreifen. Kleinkram wie Täschchen, Trost- bzw. Krisenschachteln, Blüten und ein Fotoalbum mit Bildern älterer Filzereien lagen auf dem Ladentisch.



Ein entrindeter, geschliffener, mit vielen Astgabeln versehener Baum diente als „Taschenbaum“.



Vergessen hatte ich einen Spiegel… Zum Glück gab es im Nebenzelt zwei ganz freundliche Filzerinnen aus der Gegend MIT Spiegel. Danke für die kurzen liebenswerten Zwischendurchgespräche! Hier wunderschön gearbeitete Lichtblumen und Hutkreationen der beiden:



Vergessen hatte ich außerdem Verpackungsmaterial, was aber auch eher lustig als schlimm war.

Es gab soooo viele nette Begegnungen… Allein die Staunaugen der Kinder, die sich vom sich drehenden Spinnrad beinahe hypnotisieren ließen, waren diese Reise wert. Wieviel Interesse die Besucher hatten, war wirklich überwältigend. Wollte ich darüber hier noch mehr schreiben, würde es den Rahmen sprengen. Aber zwei Begebenheiten sollen hier einen Platz finden: Als „Marktfrischling“ war ich mit der Preisgestaltung ziemlich überfordert und hatte mich nur beim Kleinkram wirklich festgelegt. Eine Frau fragte mich, was die Wandgestaltung QUADRATE



kosten würde und ich eierte umher und konnte es nicht sagen. Also fragte sie mich nach der Arbeitszeit, benannte einen vernünftigen Stundenlohn, multiplizierte mit dem Zeitaufwand und meinte dann: „Das ist Kunst. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert. Mindestens 300,- Euro sind ein angemessener Preis…“ Und so habe ich es dann gemacht. Diese Filzgestaltung hatte tatsächlich die meisten Interessenten und wurde schließlich an eine Frau, die sich sichtlich in das Bild verliebt hatte, zu o.g. Preis verkauft. Später kamen einige Besucher an den Stand zurück und waren traurig darüber, dass das Bild bereits weg war…

Eine andere Frau verliebte sich in den gefilzten Stoff



und wollte ihn UNBEDINGT haben. Den KONNTE ich jedoch noch NICHT weggeben… Er ist zu frisch und ich hänge noch zu sehr daran. (Nicht besonders geschäftsfördernd, nicht wahr!?) Trotzdem kehrte sie ein ums andere Mal zurück und entschied sich dann für die beiden kunterbunten Schals, die sie zweckentfremdet als Wandgestaltung hängen wird.



Einen dritten Schal dieser Machart hat sie bei mir bestellt… (Obwohl ich eigentlich nicht auf Bestellung arbeiten wollte, weil es mir neben meinem Hauptjob einfach zu viel Druck macht, beeindruckten mich ihre Hartnäckigkeit und die verliebten Augen, die wirklich leuchteten, wenn sie die bunten Filze ansah…)


Mein Shrug, ein Schlupfkragen und zwei Taschen wurden in der Modenschau präsentiert, die ich ja leider nicht ansehen konnte. Der Shrug...



...hat im Anschluss daran ebenfalls eine neue Besitzerin gefunden. (Erstaunlich fand ich die Einsammel- und Wiederausgabeaktion der Exponate für die Modenschau… Zwei nette Frauen sind mit Riesentaschen von Stand zu Stand gegangen, haben Bekleidung und Accessoires für die Modenschau eingesammelt und danach wieder ausgeteilt. Wie sie das hinbekommen haben, an jedem Stand das Richtige wieder abzugeben, ist ein Wunder an Merkfähigkeit…)

Aber auch ich habe „abgesahnt“… Die Töpferin, die auf der anderen Seite der Wiese ihren Stand hatte, verkaufte im Holzofen gebrannte Keramik. Ich habe mir einen Krug gegönnt und bekomme von zwei Schwestern je eine Tasse zum Geburtstag

Gefreut habe ich mich auch darüber, Ella persönlich zu treffen



und meine Lieblingsfilzerin Martina wiederzusehen! Leider war ihr gefilztes Bild aus krappgefärbter Wolle mit Frauenmotiven schon weg… Wäre ich nur schneller gewesen! Schön fand ich auch, dass Blogleserin Karin (mit einem Anfahrtsweg von zweieinhalb Stunden eine Tour!), meine Kollegin U-Rike und meine Tochter mit jeweils einer Freundin und meine Schwester Nadja mit den Kindern vorbeikamen. Hier ist Fabian mit einem ergatterten Kaninchenfell zu sehen.



(Stellt Euch vor, er wollte tatsächlich sein Sparbuch plündern, um sich ein Filzbild zu kaufen Das konnten wir noch mal abwenden, denn er hat ja im Sommer Geburtstag.)

Mein Fazit: Markt macht Spaß! Markt ist überraschend! Markt ist ein Blick über den eigenen begrenzten Tellerrand hinaus! Markt lohnt sich! …und im nächsten Jahr werde ich wieder dabei sein. Danke, Ella, für Deine Mail, die ja „Schuld“ daran war, dass ich nicht nur als Besucherin dort aufgetaucht bin und danke Sybille Hoppe, dass ich trotz der viel zu späten Anmeldung noch dabei sein durfte.
4.5.08 11:13


Endlich Urlaub!

Die Ereignisse überschlagen sich, so dass ich kaum genügend Zeit zur Verarbeitung finde... Erst die Marktvorbereitung (Danke Euch allen für's Daumendrücken!), dann das Filzfest (Für die vielen Kommentare und lieben Worte auch ganz herzlichen Dank!), es folgte mein Geburtstag (...mit unglaublichen Überraschungen, die mich fast überfordert haben.) und heute ist nun der erste Urlaubstag. Morgen fahren wir an die Ostsee und jetzt kann ich mir endlich Gedanken machen, womit ich die schöne Zeit genießen will. (Rainer ist da weitaus klarer; er nimmt sein zu bearbeitendes Holz und Werkzeuge mit und fertig!) Habe ich mich dann entschieden, folgt das Packen. Mein Moswolt kommt auf alle Fälle mit, Tom bleibt diesmal zu Hause, ebenso die Nassfilz-Ausrüstung. Ich möchte weitere Effektgarne spinnen und mich in der Crazy-Yarn-Spinnerei ausprobieren Als Anregung wird mich das Buch "Intertwined" von Lexi Boegner begleiten - ein traumhaftes und für alle Spinnerinnen, die Lust auf wilde Experimente haben, wirklich zu empfehlendes Buch.



Einige Fasermischungen habe ich mir zusammenkardiert und erstmals Randabschnitte vom Filzen, zerschnittene gesponnene und gefärbte Garnstückchen mit eingearbeitet. Außerdem habe ich eine Leinen-Woll-Mischung "Wald" vorbereitet. Traumhaft schönes Kidmohair in Orange und Rot von Lydia kommt ebenfalls mit.

Und obwohl die Ferienwohnung nur 25 Quadratmeter hat , wird mich auch dieser neue Mitbewohner begleiten...



...und braucht natürlich "Futter". Wolle, Garne, Stoffe... Und dann werde ich ausprobieren, was dieses Maschinchen alles kann .
9.5.08 10:07


Wieder zurück...

...aus einem erholsamen und produktiven Urlaub folgt hier eine kleine Auswahl von Eindrücken.

Obwohl der Strand nur 500 Meter vom Haus entfernt war,



haben wir uns eher im Schatten dieser wundervollen Buche auf der Wiese aufgehalten, das Gezwitscher der vielen Vögel und den anhaltenden Sonnenschein genossen.





Rainer widmete sich seinem Holz...





während ich mich vorwiegend mit meinem Spinnrad vergnügte...



...und verschiedene experimentelle Garne aus mitgebrachten Materialien zauberte.





Da ich meine Haspel vergessen hatte, wurde der Gartentisch zu einer Tischhaspel umfunktioniert...



Zwischendurch besuchten wir meine Schwester und ihren Freund auf einem Hof in der Nähe von Greifswald. Hier ist mein Schwesterchen bei der Fütterung von Momo, dem Drillingslämmchen zu sehen, dessen Mama nichts von ihm wissen wollte.



"Zufällig" war der Schafscherer am gleichen Tag dort...



Kleine Proben der frisch geschorenen Wolle musste ich sofort waschen...



Ist das nicht ein wahrhafter Gockel?



Außerdem waren wir dabei, als Kätzchen gleich vierfach Mutter wurde.



Obwohl wir uns alle Mühe gaben, die Zeit anzuhalten, ist es uns nicht gelungen. Allerdings trösten uns die Urlaubsergebnisse darüber hinweg:



Die einzelnen Stränge werde ich Euch so nach und nach ausführlicher vorstellen, aber soviel kann ich Euch schon verraten - ArtYarn-Spinnerei macht glücklich! (Mein Embellisher-Maschinchen hatte noch Pause - das Wetter war zu schön, um im Haus zu bleiben, aber ich habe diese Woche ja auch noch frei.)

26.5.08 21:36


Verrückte Spinnerei Teil 1

Wie versprochen, nun die ausführlichere Vorstellung meiner Urlaubsspinnereien. Den ersten Strang habe ich "Dornröschen" getauft.







Materialien: in Grün-Gelbtönen gefärbte Texelschafwolle, blau gefärbtes Mohair, Garnabschnitte eines handgesponnenen und -gefärbten Schurwoll-Zwirnes, leicht angefilzte Merinovlieswolle zusammenkardiert, anschließend mit rosa Pompom-Garn verzwirnt
Gewicht: 100 g
Lauflänge: 138 m
WPI: 8

Das nächste Garn heisst simpel "Schwarz-Weiß".







Hier habe ich überhaupt zum ersten Mal Fettwolle versponnen, die beinahe noch warm war . Ein sehr sinnliches Erlebnis! Übrigens wunderte sich der Schafscherer, dass ich mich über diese Wolle besonders freute, weil sie unglaublich weich ist. Es war die erste Schur des Tieres. Der Mann vom Fach erzählte, dass die Handspinnerinnen, die er kenne, keine Lammwolle mögen und verarbeiten. Habt Ihr eine Erklärung dafür?

Materialien: Schwarzkopflammwolle, aus der ungewaschenen Flocke versponnen, mit einem schwarzen Schurwollfaden verzwirnt
Gewicht: 69 g
Lauflänge: 264 m
WPI: 15
28.5.08 08:53


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